Palliativstation im Kommunalen Kino Freiburg: Ein bewegender Film über das Leben am Lebensende

Event: Palliativstation – Filmnachmittag mit Philipp Döring in Kommunales Kino Freiburg, Urachstraße 40, 79102 Freiburg on 26. September 2026

Datum und Uhrzeit

26. September 2026 16:30 Uhr

Veranstaltungsort

Kommunales Kino
Urachstraße 40, 79102 Freiburg im Breisgau, Deutschland

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Ein stiller Film, der das Leben in seiner kostbarsten Dimension zeigt

Am Samstag, dem 26. September 2026, lädt das Kommunale Kino Freiburg zu einem besonderen Filmnachmittag ein: Palliativstation, der eindringliche Dokumentarfilm von Philipp Döring, führt in einen geschützten Raum, in dem sich medizinische Verantwortung, menschliche Nähe und die Frage nach einem würdevollen Abschied begegnen.

Beobachtungen aus einem Grenzraum des Lebens

Über mehrere Monate begleitete der Freiburger Filmemacher das Team der Palliativstation des Franziskus-Krankenhauses Berlin. In langen, aufmerksamen Einstellungen entstehen Gespräche und Begegnungen ohne spektakuläre Zuspitzung. Die Kamera bleibt bei den Menschen und lässt Raum für Blicke, Pausen und leise Veränderungen.

Die dokumentarische Inszenierung richtet den Fokus nicht allein auf Krankheit und Sterben, sondern auf Fürsorge, Würde und Lebensqualität. Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte stehen vor medizinischen, ethischen, psychologischen und juristischen Fragen, die keine einfachen Antworten kennen. Jede Begegnung verlangt eine individuelle Haltung.

Dramaturgie der Nähe

Mit einer Laufzeit von 245 Minuten entwickelt Palliativstation eine ungewöhnliche dramaturgische Intensität. Die entschleunigte Filmsprache vertraut auf Beobachtung statt Kommentar und macht den Kinosaal zu einem Ort konzentrierter Wahrnehmung. Akustik, lange Einstellungen und die zurückhaltende Bildgestaltung lenken den Blick auf die Zwischentöne des Alltags.

So entsteht ein Bühnenerlebnis im erweiterten Sinn: Das Publikum erlebt keine fiktionale Schauspielkunst, sondern die unmittelbare Präsenz realer Menschen. Die Theateratmosphäre des Kinosaals verwandelt sich in einen Resonanzraum, in dem Fragen nach Endlichkeit, Verantwortung und menschlicher Nähe nachhallen.

Philipp Döring im Gespräch

Im Anschluss an die Vorführung stehen der Filmemacher Philipp Döring und Dr. Sebastian Pfrang, Oberarzt und Protagonist des Films, für ein Filmgespräch zur Verfügung. Dadurch öffnet sich die Inszenierung für den direkten Austausch über Regie, dokumentarische Verantwortung und die Erfahrungen hinter den Bildern.

Döring, 1977 in Freiburg geboren, studierte zunächst Germanistik und anschließend Filmregie an der Filmakademie Ludwigsburg. Sein Abschlussfilm Am anderen Ende wurde mit dem First Steps Award und dem Deutschen Kamerapreis ausgezeichnet. Palliativstation ist sein erster abendfüllender Dokumentarfilm.

Ein Film zwischen Erkenntnis und Mitgefühl

Die bisherigen Pressestimmen beschreiben den Film als lehrreich, einfühlsam und berührend. Im Zentrum steht die Haltung, nicht um jeden Preis dem Leben mehr Zeit zu geben, sondern der verbleibenden Zeit mehr Leben. Diese Perspektive verleiht dem Film eine besondere gesellschaftliche und künstlerische Relevanz.

Fazit: Ein Kinonachmittag, der nachwirkt

Wer dieses Bühnenerlebnis im Kinosaal sucht, begegnet einem Film von großer Ruhe und menschlicher Intensität. Palliativstation lädt dazu ein, über Abschied, Fürsorge und die Kostbarkeit gegenwärtiger Augenblicke nachzudenken. Das anschließende Gespräch mit Philipp Döring und Dr. Sebastian Pfrang verspricht zusätzliche Einblicke in Entstehung und Wirkung der Dokumentation.

Offizielle Kanäle von Philipp Döring:

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  • YouTube: kein offizielles Profil gefunden
  • Website: https://www.philippdoering.de

Quellen:

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