Martina Bölck und Hilke Veth lesen in Freiburg über deutschsprachige Abenteurerinnen in China


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Eine literarische Reise zu deutschsprachigen Abenteurerinnen in China
China erscheint in dieser Lesung nicht als ferne Kulisse, sondern als historischer Erfahrungsraum voller Widersprüche, Begegnungen und biografischer Brüche. Martina Bölck und Hilke Veth präsentieren in der Stadtbibliothek Freiburg ihr Buch „Ausgerechnet zu den Chinesen … – Deutschsprachige Abenteurerinnen in China“ und öffnen den Blick auf 18 Frauen, die sich im 19. und 20. Jahrhundert auf unterschiedliche Weise mit China verbunden haben.
18 Lebenswege zwischen Neugier, Mut und Zeitgeschichte
Die porträtierten Frauen waren Diplomatengattinnen, Missionarinnen, Journalistinnen, Kunstsammlerinnen, Weltreisende, Spioninnen und Wissenschaftlerinnen. Einige blieben nur wenige Wochen, andere verbrachten Jahre oder nahezu ihr gesamtes Leben in China. Ihre Geschichten führen durch die Zeit der Opiumkriege, des deutschen Kolonialismus, der Weltkriege und der Gründung der Volksrepublik China.
Lesung und Gespräch mit literarischer Tiefenschärfe
Die Autorinnen Martina Bölck und Hilke Veth haben die historischen Biografien recherchiert und in erzählerisch prägnante Miniaturen verwandelt. Briefe, Tagebücher und zeitgenössische Publikationen machen die Perspektiven der Frauen unmittelbar erfahrbar. Dabei zeigt sich, wie stark persönliche Vorurteile, kulturelle Missverständnisse, Bewunderung und politische Überzeugungen die Wahrnehmung Chinas prägten.
Wahrnehmungsgeschichte Chinas aus weiblicher Perspektive
Das Buch verbindet biografisches Erzählen mit Kulturgeschichte und deutsch-chinesischen Beziehungen. Es macht sichtbar, wie europäische Frauen China beschrieben, welche Rollen sie dort einnahmen und wie sich ihre Erfahrungen in den jeweiligen historischen Kontext einfügten. Die Veranstaltung bietet damit nicht nur eine Lesung, sondern auch einen kenntnisreichen literarischen Diskurs über Fremdheit, Selbstbild und kulturelle Begegnung.
Eine besondere Lesungs-Atmosphäre in der Stadtbibliothek Freiburg
In der ruhigen Atmosphäre der Stadtbibliothek entsteht Raum für konzentriertes Zuhören, historische Imagination und den unmittelbaren Austausch mit den Autorinnen. Stimme, Sprache und dokumentarisches Erzählen verbinden sich zu einem literarischen Erlebnis, das Geschichte persönlich erfahrbar macht. Im anschließenden Gespräch können die Recherchearbeit, die Auswahl der Porträts und die Bedeutung weiblicher Perspektiven vertieft werden.
Fazit: Geschichte wird hörbar und persönlich
Die Lesung von Martina Bölck und Hilke Veth verspricht eine eindrucksvolle Autorinnen-Begegnung zwischen Literatur, Biografie und Kulturgeschichte. Wer sich für China, historische Frauenfiguren, Reiseliteratur und die vielschichtigen Beziehungen zwischen Europa und Ostasien interessiert, erlebt hier einen Abend mit sprachlicher Kunstfertigkeit und historischem Erkenntniswert.
Offizielle Kanäle von Martina Bölck und Hilke Veth:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- Website: kein offizielles Profil gefunden
- Verlag: https://www.aviva-verlag.de/programm/ausgerechnet-zu-den-chinesen/










