Kunstpause zu Marcel van Eeden: Fotografie, Geschichte und Erinnerung im Augustinermuseum

Event: Kunstpause: Marcel van Eedens Umgang mit der Fotografie in Haus der Graphischen Sammlung, Salzstraße 32/34, 79098 Freiburg im Breisgau on 1. Juli 2026

Datum und Uhrzeit

1. Juli 2026 12:30 Uhr

Künstler

Veranstaltungsort

Haus der Graphischen Sammlung
Salzstraße 34, 79098 Freiburg im Breisgau, Deutschland

Tickets

12,00

Über diese Veranstaltung

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Entspannt

Veranstaltungsorttyp

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Kunstpause mit Tiefgang: Marcel van Eedens Blick auf Fotografie und Erinnerung

Die Kunstpause im Haus der Graphischen Sammlung führt am 1. Juli 2026 in Marcel van Eedens Werkzyklus 6. August 1870 ein. Die Kurzführung eröffnet einen präzisen Blick auf die Verbindung von Fotografie, historischen Zitaten und künstlerischer Forschung – und auf die Frage, wie Bilder verborgene Geschichte sichtbar machen.

Fotografie als Spurensuche

Marcel van Eeden arbeitet seit Jahren mit einer unverwechselbaren Bildsprache, die sich aus Fotografien, Abbildungen und Textfragmenten speist. Seine Werke entstehen nicht als bloße Illustration historischer Fakten, sondern als dichte visuelle Erzählungen. Im Zentrum steht hier der 70-teilige Zyklus 6. August 1870, der sich mit den Verflechtungen von Nationalismus, Kolonialismus und Rassismus auseinandersetzt.

Ein nahezu vergessenes Leben im Fokus

Ausgangspunkt der Ausstellung ist das Schicksal von Abdel Kader Ben Lahcen, einem aus Nordafrika stammenden Kolonialsoldaten, der im Deutsch-Französischen Krieg starb. Van Eeden folgt den historischen Hinweisen von Elsass und Baden bis nach Tunesien und Algerien. So entsteht ein Kunsterlebnis, das nicht nur ästhetisch, sondern auch geschichtsbewusst und politisch sensibel ist.

Kuratierung, Raum und Werkbetrachtung

Die vom Museum für Neue Kunst kuratierte Schau zeigt, wie eng Bild, Text und historische Recherche miteinander verwoben sind. Für die Werkbetrachtung ist das entscheidend: Die Fotografie erscheint hier zugleich als Dokument, als Spur und als ästhetisches Mittel. Gerade im Raum des Haus der Graphischen Sammlung gewinnt diese Methode besondere Präsenz, weil die Ausstellung zur konzentrierten Lektüre von Linien, Schatten, Ausschnitten und Archivbezügen einlädt.

Ein Angebot für Kunstinteressierte und Bildungsbesucher

Die Kunstpause richtet sich an alle, die Kunstgeschichte nicht nur betrachten, sondern befragen möchten. Wer sich für zeitgenössische Zeichnung, fotografische Verfahren, Erinnerungskultur und postkoloniale Perspektiven interessiert, findet hier eine fundierte, kurze und doch intensive Einführung. Das Format eignet sich auch für Besucherinnen und Besucher, die einen kompakten Zugang zur Ausstellung suchen.

Fazit

Kunstpause: Marcel van Eedens Umgang mit der Fotografie verbindet künstlerische Präzision mit historischer Tiefe. Wer erleben möchte, wie eine Ausstellung aus Bildern, Texten und Recherche eine eindringliche Erzählung formt, sollte diese Mittagspause im Augustinermuseum nicht verpassen.

Offizielle Kanäle von Marcel van Eeden:

Quellen:

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