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Freiburger Stadtteilprojekt wächst weiter

Betzenhausen wird Teil der Sport-Quartiere: Freiburg baut das Netzwerk weiter aus

Der SC Freiburg hat das Sport-Quartier Mooswald um den Stadtteil Betzenhausen erweitert. Damit umfasst das stadtweite Netzwerk der Sport-Quartiere nach Vereinsangaben inzwischen 13 von 28 Freiburger Stadtbezirken – ein weiterer Schritt in einem Projekt, das bis 2030 alle Stadtteile erreichen soll.

Betzenhausen erweitert das Sport-Quartier Mooswald

Zum Start des erweiterten Verbunds Mooswald–Betzenhausen kamen zwölf lokale Institutionen zu einem Auftakttreffen zusammen. Im Mittelpunkt stand zunächst, die Akteurinnen und Akteure aus dem neu hinzugekommenen Stadtteil miteinander zu vernetzen und die Zusammenarbeit im größeren Quartier praktisch anzustoßen. Zu Beginn wurden die Sport-Quartiere als Ansatz vorgestellt und das Quartier anhand demographischer Daten beschrieben; anschließend stießen auch Beteiligte aus dem bereits bestehenden Sport-Quartier Mooswald dazu.

Vernetzung bleibt der Kern des Projekts – und soll Strukturen schaffen

Die Sport-Quartiere werden in Freiburg seit der Saison 2021/22 auf Initiative des SC Freiburg aufgebaut – in enger Kooperation mit den „Modellverbünden zur durchgängigen Sprachbildung“. Der Anspruch dahinter ist bewusst sozialräumlich gedacht: Nicht einzelne Angebote sollen nebeneinander stehen, sondern Kitas, Grundschulen, Sportvereine und weitere soziale Einrichtungen im jeweiligen Stadtteil sollen so zusammenarbeiten, dass Sport- und Bewegungsangebote verlässlich erreichbar werden.

Genau diese Vernetzung ist der zentrale Baustein des Projekts. Ergänzt wird sie durch Qualifizierungsangebote für Fachkräfte sowie durch Sport- und Bewegungsprogramme, die gemeinsam entwickelt und nicht isoliert geplant werden. In der Umsetzung arbeitet der SC Freiburg dabei mit der beruf leben akademie, der Stadt Freiburg, der step stiftung und den Eisvögeln Freiburg zusammen. Der praktische Mehrwert: Wenn Einrichtungen ihre Ressourcen, Zugänge und Zuständigkeiten im Quartier koordinieren, entstehen niedrigschwellige Wege in den Sport – gerade dort, wo Teilhabe sonst oft an fehlenden Informationen, Übergängen (Kita–Schule–Verein) oder an zu wenigen Ansprechpersonen scheitert.

Förderung bis 2030: Fünf Jahre, rund 1,4 Millionen Euro

Finanziell getragen wird die Weiterentwicklung durch eine Förderung des GKV-Bündnisses für Gesundheit Baden-Württemberg, einer Initiative der gesetzlichen Krankenkassen zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten. Für die Sport-Quartiere Freiburg und die dazugehörige Freiburger Sprach-Ballschule sind über fünf Jahre Fördermittel von rund 1,4 Millionen Euro vorgesehen.

Damit wird auch die Dimension des Vorhabens greifbar: Das Netzwerk ist bereits in fast der Hälfte der Freiburger Stadtbezirke verankert – und zugleich weiter auf Wachstum angelegt. Das Ziel, bis 2030 alle Stadtteile einzubinden, setzt voraus, dass die Kooperationen vor Ort nicht nur starten, sondern dauerhaft tragfähig werden. Die Erweiterung um Betzenhausen zeigt, dass das Modell in die Breite wächst: weniger als punktuelle Einzelmaßnahme, sondern als langfristig aufgebautes Stadtteil-Netzwerk, das Bildung, Bewegung und soziale Infrastruktur systematisch miteinander verbinden soll.

Häufig gestellte Fragen

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